Der mit den Muskeln spielt

Was raschelt denn da im Laub? Wer Glück hat, kann beim Spazieren oder beim Sitzen auf einem Bankerl im Herbst mitten im Laub oder Gebüsch einen Igel entdecken. Sie sind scheue Einzelgänger. Sie ernähren sich von Insekten, Käfern und Regenwürmern. Und sie halten Winterschlaf. Die kleinen Tierchen machen einen friedlichen Eindruck. Doch ihre Abwehr ist unter den heimischen Tierarten einzigartig und effektiv.

Hoch die Stacheln

Braun, beige, dann wieder braun – die Stachelfarben tarnen den Igel sehr gut. Sie bestehen aus einem ähnlichen Material wie Fingernägel. Insgesamt hat ein Igel bis zu 8.000 davon. Doch mit den Stacheln hat es noch mehr auf sich: Unter der Haut sind sie umgeben von Muskeln. Zu jedem Stachel gehört ein eigener Muskel. Zudem erstreckt sich ein ringförmiger Muskel unter dem gesamten Stachelpelz. Wenn der Igel in Gefahr ist, kann er blitzschnell all seine Muskeln anspannen und sich dadurch zur Kugel formen – bei dieser Anzahl an Muskeln ist das ein wahres Muskelspiel. Die Stacheln stellen sich auf und schützen ihn. Angreifer wie Wildvögel haben dann keine Chance, gegen die Stacheln des Igels anzukommen. Der Igel hat Kraft, doch hat er auch Ausdauer, um sich langfristig vor Angreifern zu schützen? Allerdings, denn in seinem eingerollten Zustand kann er sogar über mehr als zehn Stunden verharren.

Der einzige Feind des Igels

Trotz dieser effektiven Abwehr hat der Igel einen Feind: der Mensch. Laut der Deutschen Wildtier-Stiftung ist der Igel besonders durch Autos gefährdet. Zudem findet er immer schwieriger ein Zuhause. Denn in Monokultur-Landschaften und Gärten mit Steinen kann er es sich nicht gemütlich machen. Was er braucht sind naturbelassene Gärten mit Sträuchern und Versteckmöglichkeiten.

 

Weitere Informationen rund um den Igel und wie wir ihn schützen können unter www.deutschewildtierstiftung.de/wildtiere/igel.

 

 

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