Journaling – warum ein Bankerl hilft

Kennst du das Gefühl, wenn du den ganzen Tag Zeitdruck hattest und am Ende des Tages weist du nicht mehr, was du alles geschafft hast? Genau dieses Gefühl hatte ich. Tage vergingen und dabei ist so viel Neues passiert, dass ich am Ende der Woche nicht mehr wusste, was alles war. Dabei machte ich mir sogar Vorwürfe, dass ich kaum etwas erledigt oder geschafft hatte. Dabei hatte ich einfach etliche positive Ereignisse unterschlagen, die mich in meiner persönlichen und beruflichen Entwicklung weiter gebracht haben. Gleichzeitig hatte ich das Gefühl, vor Ideen und Einfällen zu sprudeln, die ich aber aufgrund der Vielzahl der Ereignisse vergaß.

To-Do-Listen reichen nicht

Und was hilft, um etwas in Erinnerung zu behalten? Richtig, Aufschreiben. Eine To-Do-Liste führte ich sowieso mehrmals am Tag. Doch mir ging es um mehr als nur darum, die täglichen Aufgaben als abgehakt zu erkennen. Was hat mir der Tag persönlich gebracht? Was hielt er für mich bereit? Was konnte ich der Welt an diesem Tag geben und was gab sie mir?

Denke positiv mit Hilfe von Journaling

Dann las ich vom Journaling. Diese Methode funktioniert ähnlich wie das Schreiben eines Tagebuchs, jedoch mit einem klaren Fokus. Beim Journaling geht es also nicht darum, seine Erlebnisse, Gefühle und Gedanken detailgetreu aufzuschreiben. Viel mehr geht es darum, den Tag für sich zu resümieren und positiv abzuschließen. Dazu helfen Leitfragen, wie beispielsweise: Für was bin ich heute dankbar? Die Antwort kannst du dann in kurzen Stichpunkten notieren.

Verfolge deine eigenen Ziele mit Journaling

Mit welchen Fragen du dich beim Journaling auseinandersetzt, kannst du selbst bestimmen und deinen Fokus dabei auf verschiedene Themen legen. Für mich ist dabei auch wichtig, was ich an diesem Tag für mein Wohlbefinden getan habe und wie sich das angefühlt hat. Mit dieser Art Selbstkontrolle finde ich heraus, was mich in meinem Ziel, täglich etwas für mein Wohlbefinden zu tun, weiterbringt und was nicht. Journaling kann also meiner Auffassung nach ganz unterschiedlich eingesetzt werden und hilft, sich Umständen bewusst zu werden und seine Ziele zu erreichen.

Warum mir ein Bankerl beim Journaling half

Um mir Gedanken über das Ziel meines Journalings zu machen, brauchte ich eine Auszeit. Ich merkte, dass ich innerlich zu unruhig war, um mir Gedanken über meine grundlegenden Ziele zu machen oder gar meinen ersten Eintrag zu verfassen. Aus diesem Grund beschloss ich, mir einen Tag frei zu nehmen. Ich fuhr nach Murnau, trank in einem Café einen Kräutertee. Danach kaufte ich mir in einer Buchhandlung ein kleines Notizbuch mit einem verzierten Umschlag, der mir besonders gefiel. Und dann? Ich fuhr zu einem Parkplatz direkt am Staffelsee und als ich parkte, sah ich es schon: Ein Bankerl, direkt am See, von zwei Bäumen eingerahmt. Wie gelähmt starrte ich auf das Bankerl und hatte den Eindruck, dass mich allein der Anblick auf das Bankerl mit dem Bäumen und die Wellen des Staffelsees dahinter beruhigten. Im Auto machte ich mir ein Lieblingslied an, ich genoss meinen Blick auf dieses wunderschöne Bankerl am See und plötzlich wusste ich, was ich schreiben sollte und warum.

Wer vorwärts kommen will, braucht manchmal auch Stillstand

Manchmal braucht es einen gewissen Abstand zum Alltag, um wieder neue Kraft für ihn sammeln zu können. Ein ruhiges Bankerl inmitten schöner Natur in Kombination mit Journaling gab mir einen neuen Motivationsschub, so dass ich nun mit frischem Tatendrang meinen Zielen näher kommen kann.

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